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Tennishallen – Ästhetik und Werkstoffe im Einklang

Zurückverfolgen lässt sich die Geschichte des Tennis bis zu den französischen Klöstern des Mittelalters. Das unter den Mönchen verbreitete Rückschlagspiel entwickelte sich das Jeau de Paume, welches seine Blütezeit in den Ballhäusern des 16. und 17. Jahrhunderts vor allein England und Frankreich erlebte und vor allem beim Adel und Bürgertum beliebt war. Während das einfache Volk im freien spielte, legte der Adel seine Tennisplätze in den nicht mehr zur Verteidigung benötigten Burggräben an. Später wurden eigene Ballsäle in den Schlössern eingerichtet.

Freistehende Ballhäuser lösten die Ballsäle ab

Das in den Sälen gespielte Jeu de Paume erlebte im 16. und 17. Jahrhundert seine Blütezeit und bald wurden die Ballsäle, die in den Schlössern eingebaut waren, von freistehenden Ballhäusern abgelöst. Diese entstanden auf dem Schlossgelände und später in den Städten. Außer vom Adel wurden diese öffentlichen Ballhäuser auch von Handwerkern und Bürgerlichen besucht. Der Verwalter dieser Hallen, war zugleich Ballmeister, Tennistrainer, Schiedsrichter und Gastwirt. Zudem stellte er die Ausrüstung bereit.

In England und in den romanischen Ländern war das Jeu de Paume weit verbreitet. Paris galt zu dieser Zeit als die „Hauptstadt des Tennis“ und dort soll es um 1600 1.800 Tennisplätze gegeben haben. Allerdings ist diese Zahl hoch gegriffen, denn schriftlich belegt sind 120. Rund 15 Plätze gab es in London und Antwerpen, in Rom 18 und in Florenz 12. Die Ballhäuser waren im deutschsprachigen Raum dagegen seltener zu finden und die Zahl wird auf circa 50 geschätzt, wovon die meisten in Süddeutschland zu finden waren. Im mittleren und nördlichen Deutschland sowie in Skandinavien verbreiteten sich die Ballhäuser in den ersten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit zählte ein Ballhaus zur notwendigen Infrastruktur der Universitäts- und Residenzstädte.

So fanden die Vorgaben für die Bauweise der Ballhallen Eingang in die Lehrbücher der Architekten. Während die hohen Wände der schlichten, flachgedeckten Hallen einen schwarzen Anstrich erhielten, damit die weißen Bälle gut zu erkennen waren, hingen für den Fenstern Tücher oder Netze, jedoch nur im oberen Drittel. Selbst die Zuschauerplätze waren mit Netzen geschützt. Das schräg vorkragende Dach war das wichtigste Element, da es der Angabe diente. Zusätzlich konnten die Wände Gewinnlöcher aufweisen. Auf den Boden lagen quadratische Platten und anhand der darauf befindlichen Linien wurde die Stelle des Ballaufsprungs gemessen. Denn dieser ging in die Wertung ein. Aufgeteilt wurde der Platz durch eine Schnur mit Fransen in die zwei Spielhälften. Später übernahm ein Netz diese Aufgabe. Selbst wenn das Spiel seinen Namen Jeu de Paume behielt, so wurde nach 1500 bereits mit netzbespannten Schlägern gespielt.

Moderne Tennishallen: mehr als nur Tennis spielen

Als es zu einem Nachlassen des Ballspiels kam, wurden die Ballhäuser häufig zu Theatern umgebaut, da sie sich aufgrund ihrer quadratischen Form hervorragend dazu eigneten. Ein bekanntes Beispiel ist das Opernhaus in Innsbruck, bei dem es sich um das erste Opernhaus nördlich der Alpen handelt. Weitere Beispiele sind das alte Burgtheater in Wien, das Ekhof Theater im Gothaer Schloss Friedenstein, der Ballhof in Hannover sowie das Fürstbischöfliche Opernhaus in Passau. Die Überreste des Ballhauses stehen im Schloss Neugebäude in Wien, in dem der Kaiser und sein Hof spielten. Das Opernhaus am Taschenberg ist ein Beispiel für den Umbau eines ursprünglich geplanten Opernhauses in ein Ballhaus.

Heute gibt es neben den geschlossenen Tennishallen, sogenannte Tennishauls. Dabei handelt es sich um überdachte Freiluft-Tennishallen ohne Fassade. Diese sind für eine ganzjährige Nutzung bei vollständigen Wetterschutz konzipiert. Eine tennishaul bauen ist vor allem für Vereine und Kommunen interessant, die nur begrenzt Freiflächen zur Verfügung haben und somit keine Außen- und Hallenplätze auf ihrer Anlage errichten können.

Diese „Drinnen-Draußen“ Lösung ermöglicht es, über das gesamte Jahr draußen zu spielen. Dabei bietet der Entwurf eines solchen Tennishaul eine hohe architektonische und ökologische Qualität. Das Unternehmen smc2-bau verbindet beim Bau ein Tragwerk aus Brettschichtholz mit einem lichtdurchlässigen Dach aus Textilmembran. Durch die optimierte konstruktionsweise mit Textilmembran wird es möglich, Bauwerke mit einem geringen Umwelteinfluss beim Bau und Betrieb zu realisieren.

Mehr als nur Tennishallen – Jedes Projekt hat seine ganz eigenen Anforderungen

Bis zu den heutigen Tennishallen und Tennishauls hat der Tennissport einen langen Weg zurückgelegt. Dabei wird offensichtlich, welche Besonderheiten dieser Sport aufweist und das gilt für jede Sportart und somit für jedes Projekt. Dank der langjährigen Expertise im Bau von Sport- und Freizeitanlagen achtet smc2-bau auf hervorragende Lichtverhältnisse durch die Nutzung des natürlichen Lichts, den akustischen Komfort, durch die Reduzierung des Echo-Effekts sowie einem wohltemperiertem Raumklimas.

Die textile architektur zeichnet sich bei der Umsetzung von Ideen und Projekten durch seine flüssige und luftige Form aus. Diese Strukturen sind ein Zeichen der modernen und zeitgenössischen Architektur. Das Unternehmen versteht es, die Feinheiten des Tragwerks mit der Eleganz der Montage- und Verbindungsdetails zu verbinden, wodurch eine große Vielzahl von strukturellen und architektonischen Ausdrucksformen möglich werden.

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