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Messtechnik im Wandel der Zeit

Der Messvorgang ist etwas alltägliches und ist öfter als gedacht präsent. Sei es bei der Dosierung der Kaffeemaschine, die Anzeige der Geschwindigkeit im Auto oder beim Fitness-Tracker am Handgelenk – überall ist die Messtechnik anzutreffen. Was ist unter dem Begriff „Messen“ überhaupt zu verstehen? In Hinsicht auf die Technik bedeutet „Messen“: Es wird eine Aussage zu einer Messgröße im Vergleich zu einer Maßeinheit getätigt.

Die Geschichte der Messtechnik

Vor tausenden von Jahren begann die Geschichte der Messtechnik. Die ersten Aufzeichnungen zu diesem Thema, stammen aus dem Jahr 7000 v. Chr.. Die Länge des Fußes, vom großen Zeh bis zur Ferse, entsprach der Maßeinheit „Fuß“. Hier und da gab es weltweit bis ins Jahr 807 n.Chr. neue Definitionen. Diese wurden jedoch später wieder verworfen. Unter Karl dem Großen kam es zur ersten Bestimmung eines Maß- und Gewichtssystems.

Doch erst über 1000 Jahre später, im Jahr 1860 kam vom deutschen Bundesrat der Vorschlag, ein einheitliches System zur Definition zu schaffen. Mit der Gewichts- und Maßordnung durch den Norddeutschen Bund im Jahr 1868 kam es zur Einführung eines einheitlichen metrischen Systems in den meisten Teilen Deutschlands. Erst seit 1969 gibt es das internationale Einheitssystem (SI), in dem sechs Basiseinheiten festgelegt sind:

  • Sekunde,
  • Ampere,
  • Meter,
  • Kilogramm und
  • Candela

Vor über 50 Jahren wurde das erste Koordinationsmessgerät entwickelt. 1961 wurde von SIP ein Messmikrometer vorgestellt, das aus einem simplen Bohrwerk entstand und dem Bediener ermöglichte, Koordinationsachsen zu verstellen um so unterschiedliche Positionen anzufahren.

Die Gegenwart: Messtechnik ist ein wichtiger Bestandteil der Industrie

Im Laufe der Zeit, hat sich die Geschichte der Messtechnik weiterentwickelt und ist mit der von 1960 nicht mehr zu vergleichen. Die Maschinen müssen in Hinsicht auf die Schnelligkeit sowie der Genauigkeit immer höhere Ansprüche erfüllen.

Die Messtechnik ist ein wichtiger Bestandteil der modernen Industrie von heute. Das „Messen“ wird aufgrund des ständigen Wachstums an Kontrolle und den kontinuierlich geringer werdenden Toleranzwerten sowie dem Erstellen von Erstmusterprüfberichten immer wichtiger. Zudem nimmt die Kontrolle selbst während der Serienanfertigungen einen immensen Platz ein.

Heute gibt es Spezialisten für Messtechnik, wie die TOSAG Engineering AG. Das Unternehmen ist seit 1976 ein kompetenter Ansprechpartner für die Kaltumformung von Draht und insbesondere im Bereich der Feder- und Schraubenherstellung. Seit Jahrzehnten bietet das Unternehmen Rundlaufprüfgeräte in Zusammenarbeit mit Universal Punch Corp. an, die sich im Markt zum Standard der Rundlaufprüfung etabliert hat. Aufgrund der Entwicklung eines einfachen und schnell einstellbaren Rollensystems ist es möglich, mit einem Gerätetyp unterschiedliche Durchmessen einzuspannen und mit einer Genauigkeit von bis zu 0.002 mm zu prüfen. Daneben bietet die TOSAG Engineering AB ebenfalls Qualitätshandmessmittel an, wie Messschieber, Mikrometer, Messuhren, Messstative und weitere.

Die Zukunft: die Herausforderungen an die Messtechnik

Das die Messtechnik im Laufe der Zeit mit weiteren Innovationen der Technik in Kontakt kommt, ist unausweichlich. Die Weiterentwicklung des Angebots war in den vergangenen Jahren dadurch möglich, dass es zur Einführung von neuen Verfahren und Standards kam. Der Fokus lag in den vorigen Jahrzehnten immer wieder auf genaueren Maßeinheiten und der Erfassung mit möglichst geringen Abweichungen.

Somit ist es nur logisch, dass sich die Messtechnik auch in Zukunft weiterentwickeln wird, mit dem Ziel das Niveau der Genauigkeit zu verbessern, um so die Qualitätskontrollen und Prüfungen auf ein neues Level zu heben. Mit der Folge, dass durch neue Entwicklungen der Fertigungsprozess verändert wird. Vom Messlabor wird die Prüfung in den Fertigungsbereich durch diese Umstellung abwandern, sodass die Mobilität, die Einfachheit und die Flexibilität der Geräte optimiert werden. Darüber hinaus wird es definitiv zu Messungen kommen, ohne menschliches Zutun, sodass es in den Fertigungsprozessen dank der automatisierten Vermessungen zu einer Selbstkorrektur kommt.

Da sich die Messgeräte immer weiter dem Fertigungsbereich nähern, wird eine einfache und bequeme Bedienung eine wesentliche Rolle spielen. Bei den Prüfungen und Qualitätskontrollen wird es sich nicht mehr um parallel ablaufende Vorgänge handeln, sondern sie werden zu einem integralen Bestandteil im Fertigungsprozess. Somit wird ein gefertigtes Teil bereits mehrfach vermessen, bevor überhaupt der Fertigungsprozess abgeschlossen ist.

Die zukünftigen Messgeräte werden intuitiv und einfach in ihrer Bedienung sowie leicht zu verstehen sein, damit die Prüfungen und Qualitätskontrollen direkt im Fertigungsbereich durchführbar sind. Von den zukünftigen Messgeräten werden keine speziellen Kenntnisse mehr erforderlich sein, um diese zu bedienen. Ungeachtet dessen wird es mit Sicherheit eine Übergangszeit geben, in denen weiterhin die Qualitätskontrollteams Prüfungen vornehmen, bis diese dann Schritt für Schritt an die Fertigungsteams übergehen. Die Messtechnik muss in der Zukunft auf flexible Lösungen zurückgreifen, um Messungen zu erhalten, die zukünftig automatisiert und automatisch korrigierbar sind.

Fazit ist, dass der Fertigungsprozess durch intelligente Messungen, wie in der Industrie 4.0 beschrieben, letztendlich vollständig verändert wird. Dann werden ausgehend von den automatisierten Messlösungen im Fertigungsprozess automatische Korrekturen vorgenommen. Eben ein Konzept da bei vielen Futuristen auf der Wunschliste steht. Man stelle sich nur einmal vor, dass ein Messsystem nach der Prüfung einen Mangel erkennt, den genauen Standort in der Fertigung ermittelt, um die erforderlichen Informationen an die Fertigungssoftware übermittelt, die den Fehler automatisch behebt – ohne menschliches Zutun.

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