Intelligentes Klimamanagement für die Industrie

Intelligentes Klimamanagement für die Industrie

Moderne Industrieanlagen zeichnen sich hinsichtlich der Massenproduktion von Waren durch eine steigende Effizienz aus. Die Maschinen und das Personal bedürfen allerdings einer konstanten Luftqualität. Ansonsten steigt die Anzahl der Maschinenausfälle.

Produktionsstopps und ein hohes Kontingent an Ausschussware beschneiden den Umsatz und steigern die Kosten. Deshalb ist ein intelligentes Klimamanagement von entscheidender Bedeutung, um den reibungslosen Ablauf in der Fabrikhalle zu gewährleisten und die Mitarbeiter zu schützen.

Luftqualität ist für Produktionsprozesse entscheiden

Produktionsstopps und die damit verbundenen Ausfälle sind mit hohen Kosten verbunden. In manchen Fällen sind diese ungewollten Pausen in der Fertigung auf menschliche Fehler zurückzuführen. Zu einem großen Teil hängen sie aber mit einer schwankenden Qualität der Raumluft innerhalb der Produktionsstätten zusammen.

Herkömmliche Lüftungsanlagen reichen in der Regel nicht aus, um den sensiblen Maschinenpark vor einem erhöhten Staubeintrag zu schützen. Auch zu feuchte oder zu trockene Luft führen zu schmerzhaften Störfällen. Daher bedarf es besonderer klimatechnischer Lösungen zur Hallenbelüftung.

Hallenlüftung für Produktionsanlagen

Die gesetzlichen Vorgaben zur Qualität der Raumluft sind in der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A 3.6 aufgelistet. Das Papier stellt sicher, dass in umschlossenen Arbeitsräumen eine “gesundheitlich zuträgliche Atemluft in ausreichender Menge” zur Verfügung steht. Sie definiert die Belastungsklassen für die Raumluft als Stofflasten, Feuchtelasten und Wärmelasten. Auch aggressive und explosive Gase können in manchen Branchen zur Gefährdung von Mitarbeitern und Anlagen führen.

Eine moderne Lüftungsanlage, die regelmäßig gewartet wird, sorgt dafür, dass die Luftqualität den gesetzlichen Ansprüchen genügt. Auch leistungsfähige Ventilatoren, wie sie von Spezialfirmen wie funken.de produziert werden, unterstützen Unternehmen bei dem Ansinnen, ihre Produktionsstätten sauberer und effizienter zu gestalten.

Verfahren zum Luftaustausch in der Industrie

Bei der Belüftung von industriellen Produktionsstätten wird unter zwei verschiedenen Methoden unterschieden. Bei der sogenannten Schichtlüftung kommt es zu einer verwirbelungsfreien Frischluftzufuhr im unteren Bereich der Halle. Maschinen und Menschen sind dabei immer von sauberer Luft umgeben. Die zugeführte Frischluft erwärmt sich und steigt nach oben. Unter dem Hallendach sammelt sich warme Abluft und wird mithilfe leistungsstarker Ventilatoren nach außen geleitet.

Dagegen wird bei der Misch– oder Verdrängungslüftung mit turbulenten Luftströmungen gearbeitet. Starke Lüfter leiten mit hoher Einblasgeschwindigkeit von bis zu 15 m/s Frischluft in die Räume. Diese vermischt sich mit der verbrauchten Raumluft und “verdünnt” deren Schadstoffgehalt, sodass der gesamte Raum mit gut durchmischter Luft angefüllt ist.

Vorgaben für die Luftfeuchtigkeit

Eine ständig zu hohe Luftfeuchtigkeit beeinträchtigt die Funktion und die Lebensdauer der Maschinen. Daher gibt ASR A 3.6 vor, dass die Luftfeuchtigkeit bei einer Temperatur von 20° Celsius die Marke von 80 % nicht überschreiten darf. Sollte die Temperatur bei 26° Celsius liegen, sind 55 % Luftfeuchtigkeit das absolute Maximum.

Ein durchdachtes Klimamanagement schützt durch den Einsatz moderner Klimatechnik die Gesundheit der Belegschaft und verlängert die Lebensdauer der Produktionsanlagen. Be- und Entfeuchter hemmen die Schimmelbildung und mindern die Viruslast. Dabei sind die Auswirkungen der Luftfeuchtigkeit in den verschiedenen Branchen von unterschiedlicher Bedeutung.

  • Papier: Druckereien sind sowohl von einer zu hohen als auch einer zu niedrigen Luftfeuchtigkeit betroffen. Zu feuchtes Papier schlägt Wellen. Zu trockene Luft kann zu elektrostatischen Aufladungen führen. Beides löst in der Regel vermehrte Produktionsstopps aus.
  • Elektro: Eine zu trockene Raumluft führt zu Maschinenstopps bei der Produktion von Halbleitern und Platinen.
  • Lebensmittel: Raumluft mit einem zu geringen Feuchtegehalt trocknet die Produkte aus und beeinflusst deren Alterungsprozess negativ.
  • Holzverarbeitung: Schlechte Luftfeuchtigkeitswerte können das Basismaterial verformen, wodurch die Qualität des Holzes sinkt. Es kommt zu Rissen und Fugen, sodass die Weiterverarbeitung mit Klebstoffen und Lacken eingeschränkt wird.
  • Lederverarbeitung: Auch dieser Werkstoff leidet unter zu hohen oder zu niedrigen Feuchtegehalten, sodass klimatechnische Maßnahmen notwendig werden.

Reinheit der Luft

Feinstaub wird in fast jeder Produktionsanlage gefürchtet. Ein intelligentes Klimamanagement gewährleistet eine fast staubfreie Raumluft. Nur so können effiziente Fertigungsprozesse garantiert und die Verunreinigung der Erzeugnisse ausgeschlossen werden. Besonders gefährdet sind die Lebensmittel- und Arzneimittelproduktion sowie die Elektro- als auch die chemische Industrie.

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