Corona 660x330 - Die Corona-Krise zeigt Auswirkungen auf die bayrische Industrie

Die Corona-Krise zeigt Auswirkungen auf die bayrische Industrie

Entlassungen, Insolvenzen, Kurzarbeit – dies sind die Corona-Maßnahmen bzw. -Folgen, denen die Unternehmen wohl kaum ausweichen können. Dabei kommt die Frage auf, wie die Unternehmen in Bayern überhaupt einen Weg finden, um in die „Normalität“ zurückzukehren. Nach vielen Wochen des Lockdowns wünschen sich zahlreiche Menschen, dass das Leben wieder „Normalität“ annimmt, vor allem die Unternehmen in Ostbayern. Doch wird es diese nach dem Corona-Lockdown überhaupt noch geben? Die ersten Ausläufer der Insolvenzwelle werden durch die Veröffentlichung des Statistischen Landesamtes aufgezeigt. Unverblümt erklärten die Handelsvertreter bereits nach sieben Wochen Lockdown, dass die Auswirkungen kaum noch „umkehrbar“ sind. „Nach der Krise kommt wohl erst noch die Krise“. Die bayerische Staatsregierung stellte bereits Ende April Lockerungen bei den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Covid-19 Virus in Aussicht. Doch für viele der ostbayerischen Betriebe sind diese bereits zu spät gekommen. So sprach die Industrie- und Handelskamme (IHK) Niederbayern bereits von 17,6 Prozent mehr Insolvenzen im März 2020 als im Vorjahreszeitraum. Demnach sind von den Firmenpleiten 160 Beschäftigte betroffen und es liefen zu dem Zeitpunkt bereits 60 Insolvenzverfahren. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Martin Frank erklärte, dass dies anscheinend nur der Anfang sei. Denn fast jedes 10. Unternehmen in Niederbayern befürchtete in einer Umfrage der IHK bereits zum Beginn der Pandemie eine Insolvenz. Die Lage verschärfte sich nochmals mit der verhängten Ausgangssperre am 20. März. Bis zu diesem Zeitpunkt waren besonders die Landkreise Dingolfing-Landau, Regen und Landshut von der Insolvenzwelle betroffen. Damit liegen die Insolvenz-Zahlen aus Niederbayern etwa auf dem bayernweiten Durchschnitt von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ende April waren im Freistaat bereits mehr als 2.700 Beschäftigte von einer aktuell laufenden Betriebsinsolvenz betroffen.

In Mittelfranken stürzt die Wirtschaft ab

Auch bei den mittelfränkischen Unternehmen ist die Stimmung im Keller, wie der Konjunkturklimaindex der Industrie- und Handelskammer Nürnberg fuer Mittelfranken (IHK) ergibt. Hier helfen kurzfristige Hilfsprogramme und Kaufanreize nicht weiter. Die Stimmung ist in der gesamten mittelfränkischen Wirtschaft aufgrund der Corona-Krise auf einem historischen Tiefstand. Betroffen von der wirtschaftlichen Krise ist auch die Schaumstofftechnik in Nürnbergkann jedoch aufgrund seiner Produkte weiterhin in eine positive Zukunft schauen. Das Unternehmen stn-cadolzburg, dass bereits seit 1973 besteht, legt als innovatives und dynamisches Unternehmen großen Wert darauf, seinen Kunden optimale Lösungen im Bereich Verpackungen bei bestem Nutzem zu bieten. Die Marke lag zu Jahresbeginn nach einem jahrelangen Aufschwung noch bei 117 Punkten und stürzte im Frühjahr auf 70 Punkte ab. Viele Unternehmen beschreiben die Situation als existenzbedrohend, wie das Ergebnis der IHK-Umfrage in Mittelfranken aussagt. Vor allem im Einzelhandel, im Gastgewerbe und bei den Dienstleistungen drohen aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen Betriebsschließungen. Hier reichen kurzfristige Hilfsprogramme und Konsumanreize allein nicht mehr aus. Daher fordern die mittelfränkischen Betriebe steuerliche Erleichterungen und staatliche Infrastrukturinvestitionen, durch die ein Neustart wirksam unterstützt würde. Nur auf diese Weise kann nach der Meinung der Unternehmen ein nachhaltiges Wachstum ermöglicht und Arbeitsplätze gesichert werden, wie der IHK-Chef-Volkswirt Dr. Udo Raab erklärte. Doch auch in den anderen Wirtschaftssektoren sind die Umsätze massiv rückläufig, da die internationalen Wertschöpfungsketten nicht mehr funktionieren. Dies ergab eine IHK-Konjunkturumfrage im Frühjahr 2020.

Die bayerische Industrie muss deutliche Umsatzrückgänge hinnehmen

Für das verarbeitende Gewerbe in Bayern sind damit schwere Zeiten angefangen. Bereits seit März 2020 ist die bayerische Industrie schwer von der Corona-Krise betroffen und muss deutliche Umsatz- und Auftragsrückgänge verzeichnen. Aber es gibt ebenfalls Gewinner. Im Vergleich zum März 2019 muss das verarbeitende Gewerbe Bayerns ein Umsatzminus von 11 Prozent verkraften, wie das Landesamt fuer Statistik in Fürth errechnete. Im März dieses Jahres betrug damit der Umsatz der bayerischen Industrie 28,8 Milliarden Euro inklusive 16,1 Milliarden Euro Auslandsumsätze. Letztere sind um 13,2 Prozent zurückgegangen. Während die Hersteller von Bekleidung ein Umsatzminus von 31.1 Prozent verkraften müssen, steht die Automobilindustrie mit einem Minus von 20,6 Prozent besser da. Damit zeigen sich laut dem Landesamt für Statistik im März 2020 erstmals deutliche Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das verarbeitende Gewerbe. Allerdings sei, trotz der deutlichen Rückgänge der Personalbestand relativ stabil geblieben. Dort wo Verlierer sind, gibt es stets einen Gewinner und so auch in diesen schweren Zeiten. Die Hersteller von pharmazeutischen Erzeugnissen konnten eine Umsatzsteigerung von 25,3 Prozent verzeichnen und die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln ein Plus von 11 Prozent.

Wird es bald keine Gründer mehr geben?

Derzeit hat es den Anschein, dass die bayerische Wirtschaft nicht mehr selbst an ihre Zukunft glaubt – vor allem in Ostbayern. Denn es hat den Anschein, dass immer weniger Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. In Niederbayern zeigt die Zahl der Unternehmens-Neugründungen für das erste Quartal 2020 ein Minus von vier Prozent auf, wobei diese Zahl noch recht solide ist. Doch die März-Zahlen in Niederbayern zeigen eine rasante Talfahrt mit einem Minus von 22,3 Prozent an. Noch deutlicher zeigt sich die Gründerflaute in der Oberpfalz. Mit 470 neu gegründeten Unternehmen im März 2020 muss ein Rückgang von fast einem Drittel im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnet werden. Peter Burdack von der IHK Regensburg erklärt, dass die Auswirkungen der Corona-Krise nicht umkehrbar sind – weder kurz- noch mittelfristig -, selbst wenn es zu einem sofortigen Ende des Lockdowns käme. Begründet ist das durch die Verwerfungen der internationalen Wertschöpfungsketten. Seiner Ansicht nach wird es Jahre dauern, bis das die Wirtschaft sich voll und ganz von dem gegenwärtigen Einbruch erholt hab. Hier darf sich wohl niemand etwas vormachen.

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