Bagger 660x330 - Bagger – unverzichtbare Fahrzeuge auf dem Bau und in der Industrie

Bagger – unverzichtbare Fahrzeuge auf dem Bau und in der Industrie

Egal ob es sich um den privaten oder den gewerblichen Bereich handelt, wer ein Haus, eine Lager- oder Fertigungshalle errichten möchte kommt um das Thema Bagger nicht herum. Laut Definition handelt es sich dabei um eine Baumaschine, die Boden und Fels bewegen kann. Außerdem werden Bagger dazu verwendet, bereits ausgehobene Gruben wieder mit Erdreich zu füllen. Doch nicht nur für Erde werden die Modelle eingesetzt: Auch im Abbau von Rohstoffen wie Erz oder Kohle kommen sie zum Einsatz. Es gibt viele verschiedene Varianten, die sich für bestimmte Einsatzgebiete eignen. Ein Bagger ist dabei keine Erfindung unserer modernen Zeit, seine Erfindung liegt schon mehrere Jahrhunderte zurück.

Ein Ausflug in die Geschichte des Baggers

Ein Bagger ist ein technisch ausgereiftes Fahrzeug, das aus unzähligen Einzelteilen besteht. Die ersten Bagger hatten noch wenig mit den heutigen Modellen gemeinsam. Die Geschichte des Baufahrzeugs begann im Jahr 1796, als der erste dampfbetriebene Bagger vorgestellt wurde. Erst in der Mitte des nächsten Jahrhunderts wurden sie jedoch vermehrt eingesetzt. Sie leisteten einen wertvollen Beitrag zur Realisierung wichtiger Bauprojekte im Rahmen der zunehmenden Industrialisierung. So beschleunigten sie unter anderem den Bau von Bahnstrecken, großen Industriegebäuden oder Kanälen. Dampfbagger kamen unter anderem zum Ausbau des Suezkanals verwendet, der das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet. In Jahr 1839 wird der erste Bagger patentiert, dabei handelt es sich um den Dampfbagger Otis. Er machte sich beim Ausbau von Mienen einen Namen. Ungefähr bis zum Ende des 19. Jahrhundert erfolgte der Antrieb von Bagger über Seile oder Ketten.

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Bagger wurde im Jahr 1897 verzeichnet: Damals brachte die Firma Kilgore Machine Co den Antrag auf ein Patent ein, das völlig hydraulikgesteuert war. Auch dieses Modell war auf Schienen unterwegs. Das brachte einen großen Nachteil: Die ersten Bagger waren wenig flexibel. Um 1920 schließlich entwickelte man Bagger, die den heute üblichen Modellen bereits sehr ähnlich waren. Sie wurden bereits auf breite Ketten oder Räder gestellt, was die Mobilität extrem verbesserte. Oft wurden sie mit Gas betrieben. Im Jahr 1925 kam mit dem Bucyrus 120-B der erste um 360 Grad drehbare Bagger auf den Markt. Während und nach des Zweiten Weltkriegs stieg die Nachfrage signifikant an: Immerhin wurden sie für den Wiederaufbau benötigt.

Verschiedene Bagger für jeden Bedarf

Nicht jeder Bagger eignet sich für jeden Einsatz: Daher sollte man sich vor dem Kauf darüber im Klaren sein, in welchem Terrain und für welchem Zweck das Modell eingesetzt werden soll. Für den privaten Gebrauch kommen oft Minibagger in Frage. Sie sind handlich und mit einem Einsatzgewicht von einer bis fünf Tonnen zu haben. In der Regel rollen sie auf massiven Gummiketten. Gerne kommen sie zum Beispiel im Garten zum Einsatz.

Kompaktbagger sind die nächstgrößere Kategorie: Es gibt sie zwischen fünf und 10 Tonnen. Er ist wendiger und flexibler als große Hydraulikbagger. Eine besonders gute Figur macht er in beengten Raumverhältnissen. Mobilbagger sind auf Rädern montiert. Dadurch sind sie mobil und können von einem Einsatzort zum nächsten fahren. Sie werden gerne zum Bau von Einfamilienhäusern verwendet. Ein Nachteil ist, dass die Modelle auf Rädern leichter im Matsch versinken als Bagger, die auf Ketten fahren. Für jedes Terrain sind Raupenbagger geeignet, die hydraulisch bedient werden. Varianten in der Mittelklasse mit bis zu 60 Tonnen sind am häufigsten auf Baustellen zu finden.

Tipps zum Kauf eines Baggers

Sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich kommen Bagger zum Einsatz. Wer öfter Aushubarbeiten zu erledigen hat, denkt möglicherweise über den Kauf eines eigenen Baggers nach. Das liegt unter anderem an den hohen Preisen, die man für durch eine externe Firma durchgeführte Baggerarbeiten bezahlen muss:

  • Eine Arbeitsstunde für einen Bagger mit 3,5 Tonnen samt Fahrer kostet zwischen 60 und 75 Euro pro Stunde
  • Für einen Bagger mit 20 Tonnen muss man im Durchschnitt mit 65 bis 90 Euro rechnen
  • Die Bodenbeschaffenheit ist in sieben Klassen von weichem Oberboden bis hartem Fels eingeteilt. Üblicherweise gehören die meisten Böden den Klassen 3 bis 4 an. Um 10 Kubikmeter Erde auszuheben, benötigt man rund 200 Minuten. Somit muss man für die Arbeiten mit bis zu knapp 300 Euro rechnen

Ein neuer Bagger ist relativ kostspielig. Wer gebrauchte Bagger kauft spart Geld. Egal ob neu oder gebraucht bevor man sich auf die Suche begibt sollte man klären, wofür man das Baufahrzeug benötigt – ist das Gelände eng oder hat man mehr Spielraum, ist es eben oder kupiert? Wie man es auch von Gebrauchtwagen für den Straßenverkehr kennt sollte man sich bei der Auswahl eines Baggers Zeit nehmen. Wichtig zu wissen ist, dass ein Bagger und 8.000 bis 10.000 Stunden zu verwenden ist bevor kostspielige Wartungsarbeiten notwendig sind. Bei gebrauchten Baggern gilt es zu fragen ob regelmäßiges Service durchgeführt wurde und ob es möglicherweise eine Garantie auf das gebrauchte Modell gibt.

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